Das neue Jahr 2026 bringt für uns in Deutschland zahlreiche finanzielle Neuerungen mit sich. Von höheren Löhnen und Freibeträgen über Anpassungen bei Sozialabgaben bis hin zu neuen Rentenmodellen und steigenden Alltagskosten – das neue Jahr hält viele Veränderungen bereit, die sich direkt im Geldbeutel bemerkbar machen.
In diesem Überblick zeigen wir kompakt und verständlich, was sich 2026 finanziell ändert, wer davon profitiert und wo Mehrkosten entstehen können.

Einkommen und Mindestlohn

Zum Jahresbeginn 2026 profitieren viele Beschäftigte zunächst von höheren Einkommen. Der gesetzliche Mindestlohn steigt auf 13,90 Euro brutto pro Stunde und sorgt damit insbesondere im Niedriglohnbereich für mehr finanziellen Spielraum. Auch Minijobbende können künftig mehr verdienen: Die monatliche Verdienstgrenze wird auf 603 Euro angehoben. Für Auszubildende verbessert sich die finanzielle Situation ebenfalls, denn wer 2026 sein erstes Lehrjahr beginnt, erhält mindestens 724 Euro brutto im Monat.

Steueränderungen und Grundfreibetrag

Auch steuerlich bringt das neue Jahr Entlastungen mit sich. Der Grundfreibetrag steigt auf 12.348 Euro, wodurch ein größerer Teil des Einkommens steuerfrei bleibt. Pendlerinnen und Pendler profitieren zudem von einer höheren Entfernungspauschale: Ab 2026 können 38 Cent pro Kilometer bereits ab dem ersten Kilometer geltend gemacht werden. Das macht sich vor allem bei längeren Arbeitswegen positiv bemerkbar.

Kindergeld und Frühstartrente

Familien dürfen sich über ein leicht erhöhtes Kindergeld freuen. Pro Kind werden monatlich künftig 259 Euro ausgezahlt. Darüber hinaus plant die Bundesregierung die Einführung der sogenannten Frühstart-Rente. Ziel ist es, Kinder frühzeitig an die Altersvorsorge heranzuführen. Vorgesehen ist eine staatliche Förderung von zehn Euro monatlich, die zweckgebunden in ein individuelles Altersvorsorgedepot fließt. Zum Start sollen jedoch zunächst nur die sechsjährigen Kinder des Jahrgangs 2020 davon profitieren, weitere Jahrgänge sollen schrittweise folgen.

Aktivrente

Auch beim Thema Rente gibt es Neuerungen. Mit der geplanten Aktivrente soll es attraktiver werden, über das gesetzliche Rentenalter hinaus zu arbeiten. Wer weiter beruflich aktiv bleibt, kann künftig bis zu 2.000 Euro im Monat steuerfrei hinzuverdienen. Damit will die Bundesregierung Anreize für freiwilliges Weiterarbeiten schaffen und gleichzeitig den Fachkräftemangel abfedern.

Mobilität: Deutschlandticket, CO₂-Steuer, Kfz-Steuer

Auf der Ausgabenseite müssen Verbraucherinnen und Verbraucher allerdings ebenfalls mit höheren Kosten rechnen. Das Deutschlandticket verteuert sich um fünf Euro und kostet künftig 63 Euro im Monat. Zudem steigt die CO₂-Abgabe auf Benzin und Diesel auf 55 bis 65 Euro pro Tonne, was sich mit rund drei Cent mehr pro Liter an der Zapfsäule bemerkbar macht. Auch Autofahrende müssen sich umstellen, denn die Kfz-Steuer kann künftig nur noch als einmaliger Jahresbetrag gezahlt werden.

Kranken- und Pflegeversicherung

Spürbar werden die Änderungen 2026 zudem bei den Sozialabgaben. In der gesetzlichen Krankenversicherung steigt der empfohlene durchschnittliche Zusatzbeitrag von 2,5 auf 2,9 Prozent. Damit erhöhen sich sowohl für Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen als auch für Arbeitgeber die Kosten für Kranken- und Pflegeversicherung erneut. Eine Übersicht über die Höhe des Zusatzbeitrags pro Krankenversicherung findest du hier.

Fazit

Das neue Jahr bringt eine Mischung aus Entlastungen und Mehrbelastungen. Während steigender Mindestlohn, höhere Freibeträge und neue Rentenmodelle für viele finanzielle Vorteile bieten, sorgen höhere Beiträge, Energiepreise und Mobilitätskosten zugleich für neue Herausforderungen.

Der wichtigste Hebel bleibt jedoch der eigene Umgang mit Geld: Wer seine Einnahmen und Ausgaben kennt, Sparziele setzt und im Alltag Geld spart und zusätzlich frühzeitig fürs Alter vorsorgt, kann die finanziellen Änderungen 2026 gezielt für sich nutzen. Der Schlüssel zum finanziellen Erfolg bist du selbst – fang jetzt an!