Die Altersvorsorge der Zukunft beginnt früher, als viele denken: Mit der geplanten Frühstart-Rente möchte die Bundesregierung Kinder und Jugendliche schon ab der Grundschule ans Sparen heranführen. Was auf den ersten Blick ungewöhnlich klingt, könnte langfristig zu einem wichtigen Baustein im Rentensystem werden. Zwar ist die Idee beschlossen, doch die Umsetzung wird gestaffelt und nicht sofort in vollständiger Form erfolgen (Stand: 19.12.2025).

Wir zeigen, was bisher bekannt ist, wo es noch Fragezeichen gibt und warum sich frühes Sparen auch unabhängig von staatlichen Programmen immer lohnt.

Was ist die Frühstart-Rente?

Mit der Frühstart-Rente sollen künftig Kinder zwischen 6 und 18 Jahren vom Staat unterstützt werden. Für jedes Kind, das eine Bildungseinrichtung besucht, plant der Staat monatlich 10 Euro in ein persönliches Vorsorgedepot einzuzahlen. Dieses Geld wird kapitalgedeckt angelegt, also in Fonds oder ETFs investiert, anstatt wie bei der gesetzlichen Rente direkt an heutige Rentner und Rentnerinnen ausgezahlt zu werden.

Nach dem 18. Geburtstag soll das Depot bestehen bleiben und freiwillige private Einzahlungen ermöglichen. Die Erträge bleiben bis zum Rentenalter steuerfrei, und die angesparte Summe kann später als Zusatzrente ausgezahlt werden.

Damit verfolgt die Politik zwei Ziele:

  1. Kinder frühzeitig für Finanzen sensibilisieren.
  2. Die private Altersvorsorge langfristig stärken und damit Rentenlücken reduzieren.

Ein Beispiel verdeutlicht das Potenzial: 10 Euro monatlich über 12 Jahre ergeben zwar nur 1.440 Euro. Doch bei einer durchschnittlichen jährlichen Rendite von 5 % könnte daraus bis zum Rentenbeginn ein Vielfaches werden – ganz ohne eigene Einzahlungen.

Was noch unklar ist – und wie sich der Zeitplan verändert hat

So vielversprechend das Konzept der Frühstart-Rente klingt: Aktuell treten sowohl Verzögerungen als auch Einschränkungen auf.

  • Begrenzter Startumfang: Im Haushaltsentwurf 2026 sind nur rund 50 Millionen Euro eingeplant – das reicht derzeit nur aus, um etwa einen Jahrgang förderfähig zu machen, nicht alle Kinder im Alter von 6 bis 18 Jahren, wie ursprünglich geplant.

  • Gestaffelter Roll-out: Der Startschuss der Förderung ist für Kinder des Jahrgangs 2020, also die Sechsjährigen geplant. Statt wie geplant direkt allen 6-18 jährigen eine Förderung zu ermöglichen, wird es eine schrittweise Ausweitung der Jahrgänge geben. Im Eckpunktepapier heißt es, dass ab Januar 2029 auch ältere Jahrgänge die Frühstart-Rente erhalten könnten.

  • Zeitpunkt & Rückwirkung: Der eigentliche Start wird rückwirkend auf den 1. Januar 2026 angelegt. Wer Zugang erhält, kann ab dann profitieren.

  • Gestaltung & Kosten: Wer genau das Depot verwaltet, welche Produkte zugelassen sind, wie hoch die Kosten sind und wie groß der jährliche Zusatzbeitrag sein darf – all das bleibt vorerst offen. Aber: Der im Koalitionsvertrag noch festgelegte Gedanke, dass private Einzahlungen erst “ab dem 18. Lebensjahr” möglich seien, wurde überholt. Zusätzlich zur staatlichen Förderung sollen auch Eltern, Großeltern oder Dritte in die Anlage einzahlen können.

Eltern können selbst entscheiden, in welches Depot das Geld eingezahlt werden soll. Wird seitens der Eltern kein Depot eröffnet, wird das Geld staatlich verwaltet, in dem die Bundesbank das Geld anlegt und regelmäßig über die Renditeentwicklung berichtet. Es soll aber auch möglich sein, zu einem späteren Zeitpunkt ein Kinderdepot zu eröffnen und das angesparte Geld umzuziehen.

Volksbank & Partner: Lösungen in Vorbereitung

Während die Politik noch an den Details feilt, arbeiten wir mit unseren Partnern Union Investment und R + V Versicherung bereits an passenden Konzepten. Ziel ist es, den Übergang zur Frühstart-Rente möglichst einfach und transparent zu gestalten.

Ob staatlich gefördert oder privat organisiert: Eltern sollen künftig flexible Vorsorgelösungen finden, die langfristig Rendite bringen und gleichzeitig Sicherheit bieten. Die Frühstart-Rente setzt auf kapitalgedeckte, privatwirtschaftlich organisierte Vorsorgeprodukte, die langfristigen Vermögensaufbau ermöglichen sollen. Gefördert werden vor allem breit gestreute Kapitalmarktprodukte wie ETFs, Aktienfonds oder andere Wertpapierdepots, die von privaten Anbietern verwaltet werden.

Die Union Investment bietet ab 2026 ein JuniorDepot an. Wenn ihr monatlich mindestens 25 Euro in einen Fondssparplan einzahlt, erhält eurer Kind nach dem ersten Sparjahr 120 Euro Startkapital in Anteilen des Fonds UniFavorit.*

Tipp: Union Investment hat mit UniKidStarter eine Themenwelt rund um das Familiensparen und finanzielle Vorsorge für Kinder eingerichtet. Abonniert den Newsletter, um alle wichtigen Informationen zur geplanten Frühstart-Rente und weitere Tipps zur Vorsorge für Kinder zu erhalten! Auch die R + V Versicherung hält euch mit dem Newsletter zur Frühstart-Rente und aktuellen Versicherungsthemen auf dem Laufenden.

Nicht warten, sondern starten!

Auch wenn die Frühstart-Rente noch auf sich warten lässt: Zeit ist der wichtigste Erfolgsfaktor beim Vermögensaufbau. Je früher ihr startet, desto stärker wirkt der Zinseszinseffekt.

Regelmäßige, kleine Beträge – beispielsweise 25 Euro im Monat – können über 15 oder 20 Jahre zu einer beeindruckenden Summe anwachsen. Deshalb gilt: Nicht auf den Staat warten, sondern selbst aktiv werden.

So können Eltern schon heute für ihre Kinder sparen

Bis die gesetzlichen Bedingungen geklärt sind, gibt es viele bewährte Wege, um frühzeitig Kapital für Kinder aufzubauen:

Kinderdepot oder ETF-Sparplan

Wir bieten kindgerechte Fondssparpläne, die professionell gemanagt werden und sich an die individuellen Ziele eurer Familie anpassen lassen. Ein Depot auf den Namen des Kindes – etwa bei Union Investment oder unser meinDepot – ermöglicht es, langfristig in Fonds oder ETFs zu investieren. Schon kleine monatliche Beträge nutzen die Kraft des Zinseszinseffekts optimal.

Großeltern oder Paten einbinden

Gemeinsames Sparen macht doppelt Sinn: Paten und Patinnen, Onkel und Tante oder Großeltern können regelmäßig einen Beitrag für das Kind zurücklegen. So wächst das Guthaben stetig.

Disziplin und Langfristigkeit

Je länger das Geld angelegt bleibt, desto stärker wirken Marktgewinne und Zinsen. Kurzfristige Schwankungen sind normal. Entscheidend ist die langfristige Perspektive.

Fazit: Frühstart-Rente – ein guter Impuls, aber Eigeninitiative zählt

Die geplante Frühstart-Rente ist ein spannender Ansatz, um die nächste Generation finanziell fit zu machen. Doch bis sie wirklich startet, kann es noch dauern. Wer jedoch jetzt beginnt zu sparen, schafft schon heute die besten Voraussetzungen für die Zukunft seiner Kinder.

Unsere Empfehlung: Sprecht in einem Termin mit eurer Beraterin oder eurem Berater, um herauszufinden, welche Sparform am besten zu euch passt. Wir halten euch über die Entwicklungen zur Frühstart-Rente selbstverständlich auf dem Laufenden.

*Gilt nur für die ersten 50.000 Abschlüsse. Vorrangig berücksichtigt werden die Teilnehmer, die sich bis 31. Dezember 2025 online auf der Webseite von Union Investment für die Aktion „Startkapital“ angemeldet haben und anschließend sämtliche Teilnahmebedingungen erfüllen. Mehr erfahrt ihr hier.