Kerzenschein. Ein schön gedeckter Tisch. Vielleicht ein kleines Geschenk. Am Valentinstag dreht sich alles um Liebe, Nähe und gemeinsame Zukunftspläne. Und genau da gehört ein Thema, auch wenn es nicht ganz so romantisch klingt, ebenfalls hin: Geld.

Denn Hand aufs Herz: Wer langfristig gemeinsam durchs Leben gehen möchte, sollte auch die gemeinsamen Finanzen klären. Nicht zwischen Tür und Angel, sondern bewusst und auf Augenhöhe. Valentinstag kann also mehr sein als Blumen und Pralinen. Er kann der Startpunkt für euer erstes echtes „Finanz-Date“ sein.

Warum Valentinstag der perfekte Anlass ist, ĂĽber Geld zu sprechen

Über Geld spricht man nicht? Doch – in einer Partnerschaft sollte man das sogar unbedingt. Studien zeigen: Geld gehört zu den häufigsten Streitpunkten in Beziehungen. Oft nicht wegen des Geldes selbst, sondern wegen fehlender Transparenz oder unterschiedlicher Erwartungen.

Der Valentinstag ist ein schöner Anlass, um genau das zu ändern. Statt nur über Urlaubsziele oder Wohnträume zu sprechen, könnt ihr euch fragen:

  • Wie stellen wir uns unsere finanzielle Zukunft vor?
  • Wollen wir gemeinsam sparen?
  • Wie teilen wir unsere Kosten fair auf?

Ein solches Gespräch schafft Vertrauen – und Vertrauen ist bekanntlich die beste Basis für jede Beziehung.

Gemeinsame Finanzen beginnen mit einem ehrlichen Gespräch

Bevor ihr Konten zusammenlegt oder Sparpläne einrichtet, braucht es vor allem eins: Offenheit.

Das bedeutet nicht, jede Kleinigkeit zu rechtfertigen. Aber es bedeutet, ehrlich ĂĽber folgende Punkte zu sprechen:

  • Wie hoch ist unser jeweiliges Einkommen?
  • Welche Fixkosten haben wir?
  • Gibt es Schulden oder finanzielle Verpflichtungen?
  • Welche Sparziele verfolgen wir?

Oft prallen unterschiedliche „Geldtypen“ aufeinander: Die eine Person spart gerne langfristig, die andere genießt lieber im Hier und Jetzt. Beides ist okay. Wichtig ist nur, dass ihr euch versteht.

Ein Tipp: Macht aus dem Thema kein Problemgespräch, sondern ein gemeinsames Zukunftsprojekt. Vielleicht mit einem Spaßgetränk und der Frage: „Wo sehen wir uns in fünf Jahren?“

Kosten fair aufteilen: Welches Modell passt zu euch?

Sobald ihr zusammenzieht oder regelmäßig gemeinsame Ausgaben habt, stellt sich die Frage: Wie teilen wir unsere Kosten als Paar fair auf?

Es gibt verschiedene Modelle:

  1. Das 50/50-Modell

Alle gemeinsamen Kosten werden halbiert. Dies ist sinnvoll, wenn beide ähnlich viel verdienen.

  1. Aufteilung nach Einkommen

Jede Person zahlt anteilig entsprechend ihres Einkommens. Verdient eine Person 60 % des Gesamteinkommens, ĂĽbernimmt sie auch 60 % der gemeinsamen Kosten.

  1. Individuelle Lösungen

Zum Beispiel: Eine Person ĂĽbernimmt die Miete, die andere die laufenden Kosten.

Wichtig ist nicht, welches Modell „richtig“ ist, sondern welches sich für euch gerecht anfühlt. Denn gefühlte Ungerechtigkeit sorgt langfristig für Spannungen.

Gemeinschaftskonto oder getrennte Konten? Die besten Kontomodelle fĂĽr Paare

Wenn es um gemeinsame Finanzen geht, taucht schnell die Frage auf: Brauchen wir ein Gemeinschaftskonto? Oder welches Kontomodell eignet sich fĂĽr uns?

Hier die gängigsten Varianten:

Das Gemeinschaftskonto

Alle Einnahmen und Ausgaben laufen ĂĽber ein gemeinsames Konto. Dadurch habt ihr volle Transparenz ĂĽber eure jeweiligen Ausgaben.

Das Drei-Konten-Modell

  • Ein gemeinsames Konto fĂĽr Miete, Lebensmittel & Co.
  • Zwei eigene Konten fĂĽr persönliche Ausgaben

So behaltet ihr Struktur und trotzdem finanzielle Freiheit. Dieses Modell ist besonders bei jungen Paaren sehr beliebt und flexibler als ein gemeinsames Konto. Wenn ihr bereits ein kostenloses VR-MeinKonto habt, könnt ihr ein zweites Konto eröffnen und für eure Partnerin oder euren Partner eine Vollmacht hinterlegen.

Getrennte Konten

Separate Konten funktionieren gut, wenn klare Absprachen bestehen und beide eigenständig wirtschaften möchten.

Für viele junge Paare ist das Drei-Konten-Modell ein guter Mittelweg zwischen Nähe und Unabhängigkeit.

Digitale Helfer: So behaltet ihr eure Finanzen im Blick

Digitale Lösungen können euch die Verwaltung eurer Kosten und Budgets vereinfachen:

  • Online-Banking mit transparenter Ăśbersicht
  • Budget-Apps zur gemeinsamen Ausgabenkontrolle
  • Gemeinsame Sparziele mit Fortschrittsanzeige

Ein schöner Trick: Führt einmal im Monat ein kleines „Finanz-Date“ ein. 15–30 Minuten reichen oft schon, um Einnahmen, Ausgaben und Ziele gemeinsam durchzugehen. So bleibt ihr im Gespräch und verhindert böse Überraschungen.

Trotz Liebe wichtig: Finanzielle Unabhängigkeit bewahren

So schön gemeinsame Planung ist – ein Stück finanzielle Eigenständigkeit bleibt wichtig. Eigene Rücklagen, ein eigenes Konto oder individuelle Altersvorsorge geben Sicherheit. Nicht, weil man mit dem Schlimmsten rechnet. Sondern weil finanzielle Stabilität immer auch persönliche Freiheit bedeutet.

Fazit: Liebe ist Teamwork – und Finanzen auch

Valentinstag erinnert uns daran, dass Beziehungen gepflegt werden wollen. Dazu gehört auch das Thema Geld. Je früher ihr über gemeinsame Finanzen sprecht, je klarer ihr eure Kosten aufteilt, je strukturierter ihr eure Ziele plant, desto entspannter könnt ihr eure gemeinsame Zukunft genießen.

Vielleicht ist dieses Jahr also nicht nur Zeit für Blumen – sondern auch für euer erstes bewusstes Finanzgespräch. Und wenn ihr Unterstützung bei der Planung eurer gemeinsamen Finanzen möchtet, stehen unsere jungen Kundenberater euch gerne #wieunterfreunden beratend zur Seite.