Viele Menschen legen ihr Geld klassisch auf dem Sparbuch oder Tagesgeldkonto an. Wer sich jedoch näher mit Wertpapieren beschäftigt, stößt schnell auf einen Begriff, der ganz zentral für das Investieren ist: die Dividende. Doch was steckt eigentlich dahinter, wer bekommt sie und warum kann sie für Anlegende interessant sein?
In diesem Artikel erklären wir die Grundlagen verständlich und zeigen, warum das Thema auch für Mitglieder einer Genossenschaftsbank wie unserer Volksbank relevant ist.
Was genau ist eine Dividende?
Eine Dividende ist ein Teil des Gewinns, den ein Unternehmen an seine Anteilseigner ausschüttet. Hält man also Aktien eines Unternehmens, erhält man – sofern ausgeschüttet wird – einen Betrag pro Aktie direkt aufs Depot gutgeschrieben.
Die Höhe der Dividende wird jedes Jahr neu festgelegt und hängt vom wirtschaftlichen Ergebnis des Unternehmens ab. Es handelt sich dabei nicht um eine garantierte Zahlung wie beim Zinssatz eines Sparprodukts, sondern um eine freiwillige Ausschüttung, über die die Eigentümer des Unternehmens entscheiden.
Wer entscheidet über die Dividende?
Die Entscheidung trifft die Hauptversammlung einer Aktiengesellschaft. Der Vorstand schlägt vor, wie der Gewinn verwendet werden soll, doch die Aktionärinnen und Aktionäre stimmen darüber ab.
Dabei kann ein Unternehmen:
- einen Teil des Gewinns ausschütten,
- den ganzen Gewinn einbehalten, um zu investieren,
- oder – in seltenen Fällen – sogar eine außerordentliche Dividende zahlen, etwa nach einem Unternehmensverkauf oder nach dem Verkauf einer Tochtergesellschaft
Ob ein Unternehmen Dividenden zahlt und wie hoch sie ausfallen, ist also jedes Jahr neu zu betrachten.
Wie und wann wird eine Dividende ausgezahlt?
In Deutschland schütten die meisten Unternehmen einmal im Jahr Dividenden aus, meist kurz nach der Hauptversammlung. Andere Länder wie die USA zahlen häufiger, beispielsweise quartalsweise.
Wer am sogenannten Stichtag die Aktie im Depot hält, hat Anspruch auf die Dividende. Anschließend wird die Auszahlung automatisch verbucht.
Typisch ist, dass der Aktienkurs am Tag nach der Ausschüttung um den Betrag der Dividende sinkt. Das nennt man „Dividendenabschlag“. Der Kurs der Aktie wird dann “ex-Dividende” gehandelt.
Warum zahlen Unternehmen Dividenden?
Mit Dividenden beteiligen Unternehmen ihre Aktionärinnen und Aktionäre direkt am wirtschaftlichen Erfolg. Für Anlegende kann das attraktiv sein, weil Dividenden unabhängig von der Kursentwicklung eine zusätzliche Einnahmequelle darstellen.
Stetige Ausschüttungen können zudem ein Zeichen für ein solides, gut etabliertes Unternehmen sein. Dennoch gilt: Eine hohe Dividende allein macht noch keine gute Geldanlage. Stabilität, Zukunftsaussichten und die gesamte Unternehmensstrategie spielen eine große Rolle.
Was bedeutet Dividendenrendite?
Die Dividendenrendite setzt die ausgeschüttete Dividende ins Verhältnis zum aktuellen Aktienkurs.
Beispiel:
Dividende pro Aktie: 3 €
Aktienkurs: 100 €
Dividendenrendite = 3 %
Sie ist ein praktischer Vergleichswert, sagt aber wenig über die Zukunft aus. Ein hoher Prozentsatz kann auf eine attraktive Ausschüttung hinweisen – oder darauf, dass der Aktienkurs gefallen ist. Entscheidend ist also, den Wert im Gesamtzusammenhang zu betrachten.
Dividenden bei der Volksbank eG
Dividenden gibt es nicht nur bei börsennotierten Aktiengesellschaften. Auch Genossenschaften können ihren Mitgliedern einen Teil des wirtschaftlichen Erfolgs ausschütten und somit einen attraktiven Vorteil bieten.
Für unsere Mitglieder bei der Volksbank bedeutet das:
Wer Genossenschaftsanteile besitzt, kann einmal im Jahr eine Dividende erhalten.
Die Höhe richtet sich – wie bei Unternehmen – nach der wirtschaftlichen Entwicklung der Bank und dem Beschluss der Vertreterversammlung. In den letzten Jahren haben wir eine Dividende von 6% an unsere Mitglieder ausgezahlt.
Für wen eignen sich Dividendenanlagen?
Dividenden können besonders interessant sein für:
- langfristige Anlegerinnen und Anleger, die regelmäßige Erträge schätzen,
- Menschen, die Wert auf Stabilität legen,
- alle, die ihr Portfolio breiter aufstellen möchten — auch über Fonds, ETFs oder Genossenschaftsanteile.
Wichtig ist, dass ihr euch bewusst macht: Dividenden sind ein Baustein der Geldanlage, kein Ersatz für eine durchdachte Strategie.
Fazit
Dividenden sind ein zentraler Bestandteil vieler Investmentstrategien. Sie bieten die Möglichkeit, am wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens oder einer Genossenschaft teilzuhaben – zusätzlich zu möglichen Kurssteigerungen. Daher ist es wichtig, dass ihr als Anlegerinnen und Anleger das Thema „Dividende“ versteht und in eure persönliche Finanzplanung einbezieht.
Wenn ihr von Dividenden unserer Volksbank profitieren wollt, könnt ihr jederzeit eine Mitgliedschaft abschließen und erhaltet neben vielen weiteren Vorteilen einmal im Jahr (sofern auf der Vertreterversammlung beschlossen) eine Dividendenausschüttung.
